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In Japan wird der Futon auf
dem Tatamboden abends ausgerollt und morgens nach dem Lüften in
einem Schrank oder Kiste gelegt.
Der originale Japanfuton wurde fast ausschließlich mit Baumwollfasern
gefüllt und benötigt deshalb viel Pflege. Der moderne deutsche Futon ist
meistens mit atmungsaktiven, wärmenden Naturfaser-Einlagen aus Rosshaar,
Schurwolle, Kokosfasern sowie Naturlatex gefüllt, was sowohl die
Weichheit erhöht, als auch den Pflegebedarf deutlich verringert.
Der europäische Futon wird eher selten auf einen Tatamiboden benützt
und wird meistens nicht gelüftet und weggeräumt. Hier wird der Futon
häufig in Kombination mit einem
Podest benützt. Heute werden
die Futonpodeste als Futonbetten bezeichnet. Die ursprüngliche
Formsprache kann man noch an dem Futonbett: Ikada und Shindai
sehen. Beide Futonbetten haben in der Mitte vom Kopf- und Fußteil
unter dem Bettrahmen ein drittes Bettbein.
In den Rahmen wurden Tatamimatten gelegt und
dann der Futon oben ausgebreitet. Der Futonschläfer konnte von allen
Seiten auf das frei stehende Podest treten und sich zum schlafen
hinlegen. Deshalb hatten früher Futongestelle auch kein Kopfteil.
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